Es guets Neus!

Wir wünschen allen Gartenaficionadas und -ados von Herzen ein tolles, genussvolles, gemüsereiches, blütenvolles und wunderbares Neues Jahr! Erntet, was ihr kriegen könnt und vergesst die Blumen nicht 😉

Ein Baum für alle Fälle…

Kürzlich hat Naturgarten-Vereins-Präsident Werner im NaNuGarten einen Apfelbaum mäusesicher eingepflanzt. Es handelt sich um einen Mehrfruchtbaum mit 5 Sorten, die zu verschiedenen Jahreszeiten fruchten. Falls die früheste Sorte erfriert und die zweite verhagelt werden sollte haben wir also immer noch 3 Sorten in Reserve.

Auf die Grundsorte ‚Diana‘ wurden die Sorten ‚Allegro‘, ‚Admiral‘, ‚Lotos‘ und ‚Sirius‘ gepfropft. Nun braucht es nur noch ein paar Jahre Geduld bis wir die Ernte einfahren können ;-).

Unser Boden lebt!

Nun haben wir den Beweis: Unser Boden lebt! Obwohl der Nutzgarten erst dieses Jahr so richtig in Betrieb genommen wurde ist unter der Erde schon eine Menge Leben aktiv. Das zeigt das Ergebnis unserer Teilnahme am Citizen Science Projekt ‘Beweisstück Unterhose’. In diesem schweizweiten Forschungsprojekt der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope und der Uni Zürich ging es darum die Bodengesundheit mit ganz einfachen Methoden zu testen. Zum Beispiel indem zwei baumwollene Unterhose im Boden vergraben wurden. um festzustellen, wie schnell das Bodenleben den Stoff zersetzt.  Eine dieser Unterhosen holten wir nach einem Monat wieder ans Licht: sie war noch gut als solche zu erkennen. Die andere gruben wir erst nach zwei Monaten wieder aus. Und siehe da: Das Bodenleben hat ganze Arbeit geleistet und bis auf den unverdaulichen Gummiränder alles verzehrt! Das ist ein sehr gutes Ergebnis und zeigt, dass wir in Sachen Bodengesundheit auf einem guten Weg sind. 

So sah die Unterhose (aus Biobaumwolle) nach einem Monat unter der Erde aus. 

Nach einem weiteren Monat war nicht mehr viel davon zu sehen. Nur die Gummibänder haben die Bodenlebewesen verschmäht…

Mehr zum Projekt findet man hier: https://www.beweisstueck-unterhose.ch/ 

Erste Gartenführung durchgeführt

Das regnerische Wetter war zwar nicht sehr gartenfreundlich, die erste Gartenführung im NaNuGarten stiess dennoch auf grosses Interesse. In der halbstündigen Führung widmeten wir uns dem Bodenfruchtbarkeitstest mittels vergrabener Unterhose und betrachteten der Ergebnis einer „blitzschnellen“ Flachachbegrünung mit Recycling-Pflanzen.  

Die nächste Führung findet am 2.September statt. Näheres wird zu gegebener Zeit im Veranstaltungskalender aufgeschaltet. 

Besuch der Blauen Holzbiene

Die Blaue Holzbiene Xylocopa violacea ist ein wenig pummelig geraten, sie wird deshalb oft für eine Hummel gehalten. Im Unterschied zu Hummeln sind die Flügel der Holzbiene aber nicht klar und durchscheinend, sondern haben eine blauschwarze Färbung. Blaue Holzbienen sind friedliche Tiere, sie sind nicht angriffslustig. Sie stechen nur, wenn man sie belästigt oder ihnen viel zu nahe kommt.

Xylocopa violacea gilt in der Schweiz teilweise als gefährdet, vor 10 Jahren war sie in der Ostschweiz noch kaum verbreitet. Umso mehr freut es uns, dass sie gleich im ersten Jahr des Bestehens vom NaNuGarten hier gesichtet wird.

Meistens fehlt es der Blauen Holzbiene an Nistplätzen. Für diese schätzt sie Totholz an sonniger Lage und natürlich in nächster Nähe ein paar Nektarpflanzen, an denen sie sich laben kann.  Die Kefenblüten der Sorte ‚Frieda Welten‘ haben es ihr angetan, aber auch am Muskatellersalbei findet sie Gefallen. Schön für sie und für uns! 

 

Mehr Infos zur Blauen Holzbiene findet man unter diesem Link.

Unser Beitrag zur Züchtungsarbeit

Das Nutzgartenteam vom NaNuGarten engagiert sich beim Projekt „Mit vereinten Gärten“ vom Saatgutzüchter Sativa und der Stiftung ProSpecieRara. Sativa hat auf der Basis von traditionellen, alten Sorten mit Mehltautoleranzen seit einigen Jahren neue Kreuzungslinien entwickelt und selektiert. Damit der Salat mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Mehltaustämmen in Berührung kommt, ist es wichtig, dass die Salatlinien an einer Vielzahl von Standorten  angebaut werden. Nur so ist es möglich, das ökologische Verhalten der neuen Sorten zu testen und zu verstehen. Das ist dann die Grundlage für eine Auswahl oder neue Kreuzungen.

Das Nutzgartenteam wird in Altstätten eines von rund 2000 Testbeeten in Europa betreiben. Wir freuen uns, dass wir so einen Beitrag zur Züchtung von  mehltauresistenten Salaten leisten können, die sich im Bioanbau bewähren. Gegessen wird der Salat natürlich auch 😉

Letzte Beete

Die ersten Mikropflanzplätz im NaNuGarten wurden letzte Woche in Betrieb genommen, es fängt bereits zu spriessen an.  Nun sind nur noch wenige Beete frei. Und seit am Freitag im Rheintaler ein Artikel zum Saisonstart erschien, läuft das Telefon bei Aktuarin Dora Züger heiss …

Text und Bild: Cécile Alge

Da haben wir den Salat…

Während andere noch nicht mal gepflanzt haben, erntet das Nutzgartenteam im NaNuGarten schon fleissig Salat. Heute zum Beispiel feinblättriger Endivien (unten) Krach-Pflücksalat (oben links), roter Pflücksalat (oben rechts) und Hirschhornsalat (Bildmitte). Den Tisch des Personalrestaurants zieren diese Woche zündrote Tulpen, es ist schliesslich Frühling ;-).

Bodenfruchtbarkeit testen

Der NaNuGarten macht mit beim Citizen Science Projekt ‘Beweisstück Unterhose’. In diesem schweizweiten Forschungsprojekt der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope und der Uni Zürich geht es darum die Bodengesundheit mit ganz einfachen Methode zu testen. Eine dieser Methoden ist das Vergraben einer baumwollenen Unterhose im Boden um festzustellen, wie schnell das Bodenleben den Stoff zersetzt.  

Das Prinzip ist sehr einfach: Die Bodenlebewesen stürzen sich auf die Baumwolle – lassen die Gummibänder dagegen übrig. Je stärker zersetzt die Baumwollfasern nach einer gewissen Zeit sind, desto aktiver ist folglich das Bodenleben. Im Idealfall ist nach drei Monaten kaum noch was Stoffiges zu sehen. Deshalb gilt dieser Test als Indikator für Bodenfruchtbarkeit. 

Mehr zum Projekt findet man hier: https://www.beweisstueck-unterhose.ch/ 

und hier https://www.youtube.com/watch?v=D8RBLehc9HU&t=130s 

PS: Traditionelle Männerunterhosen eignen sich wegen der Fläche und der teilweise verstärkten Stellen am besten. Strings sind dagegen weniger ideal… und Synthetik wird vom Bodenleben verschmäht. Die wissen was gut für sie ist und was nicht